"Vorsicht, Stock"

Eine schwarze Komödie, kurz und schmerzvoll in drei Akten von Christian Weber

 

Eine Polizeistation dümpelt in friedlicher Alltagsroutine vor sich hin, als plötzlich das Schicksal mit dem Schmiedehammer zuschlägt: Alexander Stock taucht auf. Er hat eine grässlich zugerichtete Leiche im Gepäck

und behauptet freundlich, aber nachdrücklich, er sei der Mörder.

Kommissar Waidmann bereut sehr schnell, diesen Fall übernommen zu haben. Stock bemüht sich zwar mit liebenswürdiger Selbstverständlichkeit, der Polizei die lästige Ermittlungsarbeit abzunehmen, redet dabei

aber alles und jeden in Grund und Boden.

Waidmann zieht den Psychiater Doktor Schulz hinzu. Doch auch der kann auf die Schnelle nicht in Stocks Grauzone zwischen Vernunft und Schwachsinn eindringen und nimmt ihn daraufhin sicherheitshalber in

seine Anstalt auf.

Als man eine weitere Leiche findet und Stock der nahe liegende Verdächtige ist, wirkt Waidmanns Nervenkostüm bereits sehr angegriffen. Stock dagegen mischt in der Zwischenzeit seelenruhig die Schwestern und Patienten

des Irrenhauses auf…


Foto: Antje Salzmann